Die Musik von Strömkarlen schöpft aus dem Reichhaltigen Fundus traditioneller und populärer Lieder und Melodien aus Nord- und Nordwest-Europa, wobei hauptsächlich Material aus Schweden, Norwegen und Irland Verwendung findet.
Die Arrangements sind oft bewusst sparsam und schlicht gehalten und stellen den Gesang in den Vordergrund: Die recht unterschiedlichen Stimm-Charaktere der drei Sänger zeigen sich Solo mit ihren Eigenheiten, um an anderer Stelle wunderbar mehrstimmig miteinander zu harmonieren. Auch der Einsatz der Instrumente (Geige, Gitarre, Kontrabass, Bodhrán, Tin Whistle) reicht vom einsamen Säuseln bis zum vielschichtigen Tutti, das aufgrund des breiten, obertonreichen Klangspektrums für ein akustisches Trio überraschend satt und kraftvoll ausfällt.
Neben getragenen, ausgesprochen balladesken Songs entstehen auch meditativ bis treibend rhythmisierte Versionen, in denen gern die archaische Wirkung von Bordun und Ostinati genutzt wird, was live stellenweise durch den dezenten Einsatz eines Loop-Samplers umgesetzt wird. Ganz automatisch orientiert man sich dabei auch an den (Hör-)Erfahrungen und Kenntnissen aus Rock, Pop, Jazz und anderen Musiktraditionen, ohne jedoch diese Genres vordergründig zu bedienen.
Die atmosphärische Energie dieser Musik ist unaufdringlich, nie plakativ, sondern im Idealfall Sog-artig wie die Kraft eines Flusses. So werden die schicksalhaften, bisweilen düsteren Geschichten mal getragener, mal dichter erzählt, und selbst in ihren gefälligsten Momenten bleiben die Weisen durchdrungen von einer gewissen Melancholie und der Sehnsucht nach der Weite und Ursprünglichkeit der Landschaften, aus denen sie stammen.
Das unspektakuläre, fast zurückhaltende Auftreten des Trios stellt die Wirkung der Musik in den Vordergrund, wobei die Musiker ganz natürlich den Kontakt zum Publikum herstellen und mit unaufgesetztem Humor die Schwere mancher besungenen Themen charmant aufzulockern wissen.
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